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Ob sie nun Bulette in Berlin, Frikadelle im Westen, Fleischpflanzerl in Bayern oder Hacksteak in der gehobenen Gastronomie heißen – der Kern bleibt gleich: würziges Hackfleisch, perfekt gebraten mit einer wunderbaren Kruste. Doch während die Basis (fast) immer aus Hack, eingeweichten Brötchen, Zwiebeln und Eiern besteht, entbrennt die wahre Leidenschaft erst bei der Frage nach den Beilagen.

Das Handwerk: Die Kunst der Bindung

Eine gute Bulette muss zwei Dinge erfüllen: Sie braucht außen kräftige Röstaromen und muss innen saftig-locker sein. Das Geheimnis liegt im Verhältnis der Zutaten und der richtigen Temperatur in der Pfanne. Doch so gut das Hacksteak auch sein mag – erst die richtige Begleitung macht daraus eine runde Mahlzeit.


Die Qual der Wahl: Welche Beilage darf es sein?

Je nachdem, in welcher Region man sich befindet oder zu welchem Anlass serviert wird, variieren die Begleiter von rustikal-deftig bis hin zu überraschend fein.

1. Die Sättigungsbeilagen – Von cremig bis bissfest

Die Bulette ist ein Teamplayer und passt sich fast jeder Kohlenhydratquelle an:

  • Kartoffelstampf / Püree: Der absolute Klassiker. Die weiche, buttrige Konsistenz des Pürees bildet den perfekten Kontrast zur krossen Kruste des Hacksteaks. Ein kleiner „See“ aus brauner Sauce in der Mitte ist für viele das höchste Glück.
  • Bratkartoffeln: Für alle, die es deftig lieben. Knuspriger Speck und Zwiebeln in den Kartoffeln ergänzen die Würze des Fleischs hervorragend.
  • Nudelsalat / Kartoffelsalat: Die unangefochtenen Könige bei jedem Buffet oder Gartenfest. Hier entscheidet oft die Geografie: Im Norden eher mit Mayonnaise, im Süden eher mit Brühe, Essig und Öl.
  • Pommes Frites: Die moderne, „schnelle“ Variante, die besonders im Imbiss-Bereich dominiert.

2. Das Gemüse – Die frische Komponente

Hier zeigt sich die Vielseitigkeit der Bulette besonders deutlich:

  • Leipziger Allerlei / Erbsen & Möhren: Die klassische deutsche Sonntagsbeilage. Das süßliche Gemüse gleicht die herzhafte Würze des Fleischs wunderbar aus.
  • Rahmporree oder Rahmwirsing: Ein Geheimtipp für Saucenliebhaber. Das cremige Kohlgemüse schmiegt sich perfekt an das Hacksteak an.
  • Grüne Bohnen im Speckmantel: Die etwas elegantere Variante, die das Hacksteak sofort auf das Niveau eines Sonntagsbratens hebt.
  • Sauerkraut: Besonders im Winter eine beliebte Kombination. Die Säure des Krauts hilft dabei, das gebratene Fleisch bekömmlicher zu machen.
  • Exotisch & Modern: Ein lauwarmer Linsensalat mit Balsamico-Dressing oder ein knackiger Zucchini-Salat mit Feta geben dem traditionellen Hacksteak einen völlig neuen, modernen Twist.

Regionaler Stolz auf dem Teller

Die Bulette ist ein kulinarisches Chamäleon. In Berlin gehört ein Klecks Senf und eine Schrippe dazu, in München das Fleischpflanzerl zum Kartoffel-Gurken-Salat. Ob man sie nun mit einer dunklen Zwiebelsauce oder ganz pur genießt – sie bleibt das ultimative Symbol für ehrliche Hausmannskost. Erlaubt ist, was schmeckt und was die Region hergibt.