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Ein lauer Sommerabend, das Zischen des Fleisches auf dem Rost, der Duft von Holzkohle und die Vorfreude auf ein kühles Bier mit Freunden – das sind die Zutaten für ein perfektes Barbecue. Doch Vorsicht! So einfach es scheint, so schnell kann man es auch in ein episches Grill-Desaster verwandeln. Wir haben für Sie die Top 5 der sichersten Methoden gesammelt, wie Sie die Stimmung am Grill garantiert in den Keller schicken.

1. Der ungefragte Monolog über das Hobby

Sie haben es geschafft, alle Ihre Freunde an einem Ort zu versammeln. Der Grill läuft, die Gespräche sind locker, die Laune ist bestens. Und jetzt, jetzt kommt Ihre Stunde! Packen Sie Ihr Lieblingshobby aus und machen Sie es zum exklusiven Gesprächsthema.

Egal, ob es sich um Ihre neuste Modelleisenbahn-Anlage handelt, die Sie in 3.000 Detailfotos auf Ihrem Handy dabei haben, oder um die komplizierten Feinheiten des Fliegenfischens an der oberen Elster. Erzählen Sie endlos davon, wie Sie den „ultimativen Köder“ entwickelt haben oder warum das „Maß aller Dinge“ in der Spur H0 der neue Weichenantrieb ist. Ignorieren Sie gekonnt die glasigen Blicke Ihrer Zuhörer und die ungeduldigen Bewegungen in Richtung Nachschub. Wenn Sie es richtig machen, werden sich die ersten Gäste nach 20 Minuten unbemerkt in Richtung Nachbarfest schleichen.

2. Die Geschmacks-Diktatur

Als Grillmeister haben Sie eine Verantwortung. Niemand am Grill hat das Recht, etwas anderes zu essen, als was Sie vorsehen. Ein Gast wünscht sich ein Steak „medium“? Verächtlich schnauben und es durchbraten. Eine Freundin ist Vegetarierin? Servieren Sie ihr einen rohen Brokkoli und erklären Sie ihr, dass das „die perfekte Alternative zu echtem Fleisch“ ist.

Und bitte vergessen Sie nicht, jeden in der Runde über die einzig wahre Art und Weise zu belehren, wie man das Grillgut mariniert, wendet und isst. Erzählen Sie von Ihrem geheimen Familienrezept, für das Sie eigens eine Zutat aus dem Elstertal importieren mussten, und stellen Sie sicher, dass jeder weiß, dass seine Methode sowieso falsch ist.

3. Der verirrte Karnevalist

Die Stimmung wird ausgelassen, die Musik ist gut. Nun ist es an der Zeit, Ihre Persönlichkeit zu zeigen. Wenn Sie in einem Karnevals- oder Faschingsverein sind, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um alle Ihre Geschichten und Witze aus dieser Zeit hervorzuholen.

Erklären Sie die komplexe Hierarchie Ihres Vereins, von der „Roten Funken-Garde“ bis zur „Prinzen-Karawane“. Zitieren Sie unverständliche Lieder und erzählen Sie Anekdoten, die nur für Kenner lustig sind. Und wenn die erste Grillschwade vorbeizieht, können Sie ja ein paar A-cappella-Passagen aus dem Vereinslied anstimmen. Spätestens dann wird das Gesprächsthema „Wie komme ich hier so schnell wie möglich weg?“ lauten.

4. Das Feuer-Drama inszenieren

Jeder Grillmeister weiß: Das Feuer muss perfekt sein. Um es zu perfektionieren, ist es unerlässlich, dass Sie die Holzkohle ständig hin und her schieben und jeden, der sich auch nur traut, eine Grillzange in die Hand zu nehmen, zurechtweisen.

Behandeln Sie das Feuer wie ein lebendes Wesen, das nur Ihre liebevolle, aber strenge Hand braucht. Weigern Sie sich, den Grill auf halbe Kraft laufen zu lassen. Es muss glühen wie in der Hölle, damit die Wurst schön schwarz wird. Bei diesem Punkt haben Sie es geschafft, dass alle sich unwohl fühlen und die unermüdliche Frage stellen: „Wann gibt es denn jetzt endlich was zu essen?“

5. Der passive Aggressiv-Modus

Wenn alle anderen Methoden fehlschlagen, gibt es immer noch den Joker: die passive Aggressivität. Stellen Sie sich mit gekreuzten Armen neben den Grill und schauen Sie mürrisch in die Menge. Wenn jemand fragt, ob alles in Ordnung ist, sagen Sie: „Ja, alles super. Nur schade, dass niemand mit anpackt.“

Wenn jemand eine Wurst nimmt, sagen Sie: „Oh, die war eigentlich für Klaus gedacht, aber egal.“ Mit diesen subtilen Sticheleien bringen Sie die gute Laune der Runde auf ein Minimum. Und wenn sich der letzte Gast verabschiedet, weil er „morgen früh raus muss“, können Sie sich mit dem guten Gefühl hinlegen, dass Ihr Grill-Desaster ein voller Erfolg war.