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Wer schon einmal in Bulgarien, Serbien oder Nordmazedonien Urlaub gemacht hat, kam an ihm nicht vorbei: dem Schopska-Salat (bulgarisch: Schopska salata). Mit seinen leuchtenden Farben und dem salzigen Käse ist er die Vorspeise schlechthin und ein Symbol für die Gastfreundschaft der Balkanregion.

1. Herkunft: Zwischen Tradition und Marketing

Der Name leitet sich von den „Schopen“ ab, den Bewohnern der Gebirgsregion Schopluk (rund um Sofia und die Grenzregionen zu Serbien und Nordmazedonien).

Interessanterweise ist der Salat, so wie wir ihn heute kennen, kein uraltes Bauernrezept, sondern ein Geniestreich des bulgarischen Tourismusmarketings der 1950er Jahre. Die staatliche Reiseagentur Balkantourist suchte nach einem Gericht, das die bulgarischen Landesfarben (Weiß, Grün, Rot) repräsentiert:

  • Weiß: Der geriebene Salzlakenkäse.
  • Grün: Die Gurken und Paprika.
  • Rot: Die Tomaten.

Das Konzept ging auf: Heute ist der Salat nicht nur in Bulgarien Nationalgericht, sondern auf dem gesamten Balkan verbreitet.

2. Verbreitung und Variationen

Obwohl Bulgarien die Urheberschaft beansprucht, findet man ihn überall in Südosteuropa. In Serbien ist er oft etwas schärfer, in Griechenland ähnelt er dem „Bauernsalat“ (Choriatiki), wobei der Schopska-Salat durch den geriebenen statt gewürfelten Käse eine ganz eigene, leichtere Textur bekommt. Er wird traditionell als Vorspeise zu einem Glas Rakia (Obstbrand) serviert.


3. Das klassische Rezept (für 2-4 Personen)

Das Geheimnis eines guten Schopska-Salats ist die Qualität des Gemüses. Es sollte sonnengereift und aromatisch sein.

Die Zutaten:

  • 4 mittelgroße Tomaten (fest, aber reif)
  • 1 lange Schlangengurke (oder 3-4 kleine Landgurken)
  • 2 Paprikaschoten (traditionell hellgrün oder rot, am besten vorher im Ofen geröstet und gehäutet für das echte Aroma)
  • 1 mittelgroße rote Zwiebel
  • 100–150 g Sirene (bulgarischer Schafskäse in Salzlake; alternativ Feta)
  • Ein paar Zweige glatte Petersilie
  • Dressing: Sonnenblumenöl (traditioneller als Olivenöl!), Weinessig, Salz.

Die Zubereitung:

  1. Gemüse schneiden: Tomaten und Gurken in etwa 1–2 cm große Würfel schneiden. Die Paprika ebenfalls würfeln (falls geröstet, vorher die Haut abziehen). Die Zwiebel fein hacken.
  2. Mischen: Das Gemüse in einer Schüssel vorsichtig vermengen. Die fein gehackte Petersilie unterheben.
  3. Anrichten: Den Salat mit Essig, Öl und einer Prise Salz abschmecken. Da der Käse sehr salzig ist, mit dem Salz vorsichtig umgehen!
  4. Das Finale: Den Salat auf Tellern anrichten und den Schafskäse mit einer groben Reibe direkt darüber raspeln, bis der Salat wie von einem „Schneehaufen“ bedeckt ist. Eine schwarze Olive obenauf dient oft als Dekoration.

Warum er so beliebt ist

Der Schopska-Salat ist die perfekte Erfrischung an heißen Sommertagen. Er ist gesund, leicht und durch den hohen Flüssigkeitsanteil der Gurken und Tomaten sehr bekömmlich. Zudem ist er durch den Käse sättigend genug, um als leichter Lunch durchzugehen.


Ein Klassiker, der immer passt

Man braucht keinen Balkongrill, um sich Urlaubsflair nach Hause zu holen. Ein echter Schopska-Salat steht und fällt mit dem Käse – sparen Sie hier nicht und greifen Sie im Fachhandel oder im gut sortierten Supermarkt gezielt zu bulgarischem Schafskäse (Sirene).